Die Lösung adressiert einen weitgehend verborgenen Kostenfaktor im Facility Management: überflüssige Serviceeinsätze und SLA-Strafen, die jährlich Millionen aus den Wartungsbudgets abschöpfen.
Promwad, ein in Deutschland ansässiges Ingenieurbüro mit über 21 Jahren Erfahrung, hat den kommerziellen Start von UnifAI bekannt gegeben – einer White-Label-Plattform für vorausschauende Wartung, die für industrielle Dienstleister konzipiert ist, die gemischte Geräteflotten unterschiedlicher Hersteller verwalten.
Die Plattform löst ein kostspieliges und weitgehend übersehenes Problem in der Facility-Management- und Industrieservicebranche: Unternehmen verlieren jährlich Millionen von Euro – nicht weil ihre Techniker unqualifiziert wären, sondern weil ihre Serviceabläufe ohne ausreichende Datenbasis operieren.
Das Problem: Auf den Ausfall zu warten ist keine Strategie
Laut einer Analyse von Promwad sind zwischen 25 und 33 % aller Serviceeinsätze in einem typischen Wartungsbetrieb überflüssig – ausgelöst durch zeitbasierte Wartungspläne statt durch den tatsächlichen Zustand der Geräte. Bei durchschnittlichen Kosten von 1.200 € pro Serviceeinsatz kann eine Flotte von 500 Fahrzeugen schätzungsweise 2,4 Millionen € pro Jahr durch unnötige Einsätze verlieren.
Das finanzielle Risiko wächst zusätzlich für Unternehmen, die unter Service-Level-Agreements (SLA) mit Betriebszeitgarantien arbeiten. Wenn ein kritisches Gerät – etwa ein Kühlaggregat in einem Rechenzentrum oder ein Kompressor in einem Produktionsbetrieb – unerwartet ausfällt, erfährt der Dienstleister davon oft gleichzeitig mit dem Kunden: durch einen Alarm, nicht durch eine Prognose. SLA-Strafen belaufen sich typischerweise auf 5 bis 25 % der monatlichen Vertragsgebühren, und drei Verstöße können einen Anbieter den gesamten Vertrag kosten.
„Ihre Kunden kaufen keine Wartungsstunden mehr – sie kaufen garantierte Betriebszeit“, so Promwad. „Anbieter, die das verstehen, gewinnen Aufträge. Die anderen tragen die Strafen.“
Was UnifAI leistet
UnifAI fungiert als Intelligenzschicht, die sich über das bestehende Geräte-Ökosystem eines Unternehmens legt. Anstatt vorhandene Tools zu ersetzen, verbindet es sich mit ihnen – es zieht Daten aus Sensoren, Industriesteuerungen und OEM-Cloud-Systemen und wendet maschinelles Lernen an, um frühzeitige Anzeichen von Ausfällen Wochen vor dem Eintreten eines Stillstands zu erkennen.
Die Plattform basiert auf drei Kernmodulen:
DispatchIQ ersetzt die kalenderbasierte Einsatzplanung durch eine zustandsgesteuerte Servicepriorisierung. Anstatt einen Techniker zu schicken, weil „90 Tage vergangen sind“, schickt das System einen, weil es ein anomales Vibrationsmuster erkannt hat, das erfahrungsgemäß einem bestimmten Ausfall vorausgeht. Techniker kommen bereits mit der wahrscheinlichen Diagnose und den benötigten Ersatzteilen an. Promwad berichtet, dass frühe Einsätze unnötige Serviceeinsätze um 20–35 % reduziert und die First-Time-Fix-Rate auf über 85 % gesteigert haben.
SLA Shield überwacht kontinuierlich alle unter Betriebszeitverträgen stehenden Assets und berechnet die Wahrscheinlichkeit eines SLA-Verstoßes in Echtzeit. Wenn eine Komponente auf einen Ausfall zusteuert, meldet das System dies 2 bis 4 Wochen vor einer möglichen Vertragsstrafe – und gibt dem Serviceteam so die Möglichkeit, proaktiv einzugreifen, anstatt die finanziellen Folgen reaktiv zu tragen.
OmniConnect löst das Datenfragmentierungsproblem, das die meisten großen Wartungsoperationen plagt. Industrieanlagen verschiedener Hersteller – Siemens, ABB, Schneider Electric, Grundfos, Daikin, Bosch, Honeywell u. a. – kommunizieren über inkompatible Protokolle. OmniConnect unterstützt mehr als 50 dieser Protokolle und normalisiert alles in ein einheitliches Datenmodell, das dem ISO-13374-Standard, NIS2 und dem EU Data Act entspricht.
White-Label by Design
Ein besonderes Merkmal von UnifAI ist, dass es für Endkunden unsichtbar konzipiert ist. Dienstleister setzen es unter ihrer eigenen Marke ein: Ihre Kunden sehen das Dashboard und die mobile App des Anbieters – nicht die von UnifAI. So können Wartungsunternehmen ein hochwertiges, technologiegetriebenes Serviceangebot unterbreiten, ohne die zugrundeliegende Plattform selbst entwickeln zu müssen.
„Wir haben das so gebaut, dass der Dienstleister als Innovator dasteht“, erklärt ein Promwad-Vertreter. „Die Kundenbeziehung bleibt beim Anbieter. Die Intelligenz arbeitet im Hintergrund.“
Vom Pilot zum Nachweis in 90 Tagen
Promwad bietet potenziellen Kunden einen strukturierten Einstiegspfad. Der Prozess beginnt mit einem kostenlosen 30-minütigen Scoping-Gespräch, gefolgt von einer Vor-Ort-Analyse von bis zu 20 kritischen Assets an zwei bis drei Standorten. Ist die Eignung bestätigt, folgt ein 90-tägiger Proof-of-Value-Einsatz: Edge-Gateways und Sensoren werden an 50 bis 100 Assets installiert, und die Plattform läuft 8 bis 10 Wochen – lang genug, um reale vorhergesagte Ausfälle, vermiedene Serviceeinsätze und messbare Verbesserungen der First-Fix-Rate zu dokumentieren.
Das Unternehmen berichtet, dass Deployments in als wenig wie 90 Tagen live gehen können und sich in bestehende CMMS (Computerized Maintenance Management Systems) integrieren lassen, ohne dass betriebliche Änderungen auf Kundenseite erforderlich sind.
Über Promwad
Promwad Electronics ist ein Ingenieurbüro mit Sitz in Essen, Deutschland, und Entwicklungszentren in der Europäischen Union sowie in Serbien. In seiner 21-jährigen Geschichte hat das Unternehmen über 3 Millionen Geräte ausgeliefert und mehr als 500 Projekte in den Bereichen Industrieelektronik, Embedded Systems, IoT und weiteren Domänen umgesetzt. Promwad ist nach ISO 9001 zertifiziert und unterhält Partnerschaften mit Intel, Microchip, Infineon, AMD und Lattice Semiconductor.